WARUM ICH ANGEFANGEN HABE MAKE UP ZU TRAGEN

Es passierte von einem Tag auf den anderen: ich wache auf und habe im ganzen Gesicht einen Ausschlag. Ich bin verwundert, gehe aber davon aus dass dies wahrscheinlich vom Stress herrührt den ich im Moment habe. Zu diesem Zeitpunkt  bin ich 22 Jahre alt, studiere BWL & Soziologie und arbeite als Kellnerin 3-4 Mal die Woche. Dazu habe ich noch ein ausgeprägtes Sozialleben und schlafe prinzipiell wenig.

Die Tage vergehen doch mein Ausschlag will nicht abheilen. Ich betrachte mein Gesicht etwas genauer im Spiegel und merke dass die Pusteln recht weich sind. Ich versuche einen dieser Pusteln auszudrücken und tatsächlich- es ist ein Pickel. Nur das mein Gesicht übersät ist davon. Bekommt man mit 22 denn noch Pickel? Zuvor war ich mit einer recht reinen Mischhaut gesegnet, die nur ab und an zu ein bisschen Glanz neigte. Wie konnte das nur passieren? So will ich nicht aus dem Haus gehen! Meine Pickel verheilen zwar mit der Zeit, doch sie lassen dunkle Flecken auf meinem Gesicht zurück. Hyperpigementierung nennt sich das, wie ich damals noch auf Wikipedia nachlese.

Anfang 2015- zwar nicht so schlimm wie damals, aber trotzdem sieht man sehr gut die dunklen Flecken, die Unreinheiten bei mir hinterlassen.

Februar 2015- zwar nicht so schlimm wie damals, aber trotzdem sieht man sehr gut die dunklen Flecken, die Unreinheiten bei mir hinterlassen.

Noch nie in meinem Leben habe ich mich so für mein Aussehen geschämt. Ich versuche eine Lösung zu finden. Was machen denn andere in meiner Situation? Make Up, rät mir eine damalige Freundin. Doch dies ist leichter gesagt als getan, denn in der kleinen Stadt in der ich lebe gibt es kaum Marken die Make Up in meinem Hautton führen. Ich bin am Verzweifeln. Ich bin bereit jeden Preis zu zahlen, ich möchte einfach nur diese unschönen dunkeln Flecken abdecken. Ich will nicht mehr angestarrt werden, nicht mehr gefragt werden was ich den im Gesicht hätte.

Ebenfalls Anfang 2015. Zu dieser Zeit trage ich mindestens 5mal die Woche MakeUp.

Ebenfalls Februar 2015. Zu dieser Zeit trage ich mindestens 5x mal die Woche MakeUp.

Ich laufe zufällig an einer Douglas Filiale vorbei, und sehe dass sie Mac Cosmetics führen. Ich erwarte mir nicht dass sie MakeUp für mich haben, schliesslich war ich ja schon bei all den teuren Marken. Trotzdem gehe ich rein und werde von einer unglaublich sympathischen Dame begrüsst. Ich schildere ihr mein Leid und kurze Zeit später sitze ich auf dem Stuhl vor einem Spiegel und werde von ihr geschminkt. Zum ersten Mal sehe ich wieder aus wie ich selbst. Ich verlasse die Filiale mit einer Foundation, einem Concealer & einem Blush. So glücklich und erleichtert war ich seit Wochen nicht mehr.

Sommer 2015, das erste Mal dass ich mich in meiner Haut ohne Make Up wohlfühle.

August 2015, das erste Mal dass ich mich in meiner Haut ohne Make Up wohlfühle.

Wenn ich sehe wie sich heute Menschen darüber aufregen, dass jemand zu viel Make Up trägt, dann kann ich mich nur wundern. Ich bin davon überzeugt dass jeder Mensch sein Bestes gibt um in dieser Welt klarzukommen. Und wir leben nun mal in einer oberflächlichen Gesellschaft die es einem nicht leicht macht, sich so zu lieben wie man ist. Wenn Make Up einem dabei hilft, sich wohler, sicherer oder attraktiver  zu fühlen, ist dagegen meiner Meinung nach nichts einzuwenden. Ich bin jedenfalls dankbar, denn ohne MakeUp hätte ich die Jahre, bis sich meine Haut von diesem Pickelausbruch erholt hat, nur sehr schwer überstanden.

Wann & warum habt ihr angefangen Make Up zu tragen? Ich bin auf eure Erfahrungen & Meinungen gespannt!


WHY I STARTED WEARING MAKE UP

 

Until I was 21 years old, the only make up I wore were mascara and some lipgloss. But that was all about to change, after I came home late from a  long day of university and work. At that time I was studying business administration and sociology, had a part time job as a waitress and a very active social life. Needless to say sleep was a luxury in which I didn’t indulge to very often.

February 2015- how my skin looks like after dealing with an outbreak.

February 2015- how my skin looks like after dealing with an outbreak.

The next day I woke up my face was covered in tiny bumps. I dismissed it as a rash that would go away on it’s own. But it didn’t. After a couple of days I inspected my face a little more carefully and realized why the bumps weren’t going away: they were blemishes. I was in shock. How in the world did this happen? My skin had been clear & unproblematic for at least 4 years. I was so frustrated. The blemishes started to heal but then a much worse problem appeared: dark spots. If you are of a darker complexion like me, you might have experienced and dealt with hyperpigmentation before. My face was now full of dark spots.

I was starred at constantly, people asked me daily what was wrong with my skin. I didn’t want to go outside anymore. I felt cursed. I was so desperate for a solution! Someone recommended me to start using make up. But that was another struggle in itself: since I was living in a small town, no beauty brand had foundation in my skin tone.

February 2015, around this time I am wearing a full face of make up 5 times a week.

February 2015, around this time I am wearing a full face of make up 5 times a week.

I had almost given up hope, when I passed by a make up store I hadn’t been to yet. I saw that they had a  Mac Cosmetics counter and although I did not expect much, I still went inside to ask. The girl at the counter was extremely understanding & kind towards my issue. When she pulled out a foundation that resembled my skin tone I was in complete awe. Needless to say I left the store with a foundation, a concealer, a blush and a huge sense of relief.

August 2015,the first time I felt comfortable in my skin without make up.

August 2015,the first time I felt comfortable in my skin without make up.

I always wonder why people bash others that enjoy wearing make up. We all have our stories, our trials and tribulations and everyone does their best to get through life. And if wearing make up helps you feel a little more confident, secure or attractive why is that a problem? It’s not like you’re hurting anyone with your choice to wear concealer or to fill in your eyebrows. For my part, I just know that if I did not have make up to cover up my dark spots, my life would have been almost unbearable.

Why and when did you start wearing make up? I am curios to hear  your stories and experiences!

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13 Gedanken zu “WARUM ICH ANGEFANGEN HABE MAKE UP ZU TRAGEN

  1. koolklawz schreibt:

    Thanks for sharing! I’m in my early 40’s, and started wearing makeup just a few months ago. I have alopecia, and lost the majority of my hair, including my brows. It all began because sometimes, I want eyebrows, lol. I fell in love with all the rest. The funny thing is that unless I’m going to an event, I still don’t really wear makeup. I put it on, take pictures, and wash it off. If someone runs into me in the street, chances are I’m brow-less, lol.

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      • koolklawz schreibt:

        Wigs are pretty much the only constant. I’m working on being secure enough to leave them at home, but I’m not quite there yet. I like powders, but brow pomades are my thing right now. I have the best luck with them, as far as wear time. Now, if I could learn to draw them evenly, there’d be no stopping me, lol.

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  2. Sonja schreibt:

    Ich habe auch erst spät damit angefangen und das auch eher wegen meiner Ausbildung zur Friseuse. Dort gehört das halt einfach dazu. Ich finde sich zu schminken ist nicht nur einfach ein neues Gesicht aufmalen es ist für mcih auch einfach ein Hobby, es entspannt mich und es macht mir einfach spass. Das hat auch nichts mit Oberflächlichkeit zutun, gerne gehe ich nämlich auch mal ungeschminkt aus dem Haus.

    Danke für deinen Beitrag.
    Liebe Grüsse
    Sonja
    http://www.koschka.ch

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  3. isacosmetics schreibt:

    Wooow, deine Geschichte hat mich echt beeindruckt!
    Ich wusste gar nicht, dass Pickel eine sogenannte Hyperpigmentierung auslösen konnten.. Schade, aber bin froh, dass du dich mit Makeup wieder wohl fühlen kannst (und mittlerweile ja auch wieder ohne) Chapeau!
    Liebe Grüsse
    Isabel

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  4. Talasia schreibt:

    Eine sehr spannende Geschichte und ich stimme dir sowas von zu! Jeder sollte sich so doll oder so wenig schminken dürfen wie er mag und wenn sich die Person dadurch besser fühlt, dann ist es doch was tolles! Ich liebe Makeup auch sehr und habe 2010 durch das bloggen angefangen mich „so richtig“ zu schminken. Vorher habe ich das auch schon getan, aber doch eher nebensächlich und auch nicht sonderlich „gut“. Es ist einfach ein so schönes Hobby, was ich nicht mehr missen möchte und ich liebe den morgendlichen Schminkvorgang und erfreue mich so sehr daran, dass ich mir da tolle Farben in mein Gesicht packen kann.

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