WARUM ICH MEINEM PERFEKTIONISMUS NUN ENDGÜLTIG ADIEU SAGE

Ich bin ein gedrilltes Leistungskind, sprich: schon von klein auf war mir klar, dass ich mit überragenden Leistungen viel Aufmerksamkeit und  Zuwendung bekomme. Also habe ich mich in der Schule immer besonders angestrengt, beim Sport immer noch eine extra Runde gedreht, war immer die Freundin die sich alle Probleme x-mal angehört hat– und dabei war ich natürlich immer zufrieden und gut gelaunt.

Und so ging es weiter, im Studium, in der Arbeitswelt, in meinen Beziehungen– ich machte immer soviel wie möglich, gab mir soviel Mühe wie möglich um das beste Ergebnis abliefern zu können, um den besten Eindruck zu hinterlassen.

Dadurch baute sich eine unheimliche Mauer und Fassade um mich auf– ich wirkte als hätte ich immer alles unter Kontrolle und als würde mich nichts aus der Ruhe bringen. Ich entwickelte ein Pokerface– und zwar so stark, dass mich Menschen kaum mehr einschätzen konnten. Und hinter dieser Mauer der „immer starken und gut gelaunten Anna“ entwickelte sich immer mehr Druck, extrem hohe Erwartungen und aufgestaute Unzufriedenheit.

spiritnight

Diese Mauer/Fassade wurde so stark zu einem Teil von mir, dass mir diese Einstellung nicht mal mehr auffiel. Bis ich mit diesem Blog letztes Jahr anfing. Die ersten Monate waren hart– weil ich mich ständig unter Druck setzte meinen Content so professionell wie möglich zu gestalten. Ich wollte das alles von Anfang an so perfekt wie möglich war. Schliesslich hatte ich ja beruflich Erfahrung mit Social Media, deswegen erlaubte ich mir keine Anfängerfehler- oder anders gesagt: ich erlaubte mir keinen Spielraum mich und meinen Blog natürlich entwickeln zu lassen.

Vor 1 Monat passierte aber etwas: Ich postete ein Foto von mir auf Instagram, auf dem ich ungeschminkt war. Es entstand spontan, im Moment, war nicht geplant– aber ich war happy und entspannt.  Und es hat Spass gemacht– zuvor waren viele Fotos mit viel Krampf und Druck verbunden (weil ich wollte, dass sie perfekt werden). Dies war ein einschneidendes Erlebnis für mich- und seitdem steht der Spass bei meinem Blog im Vordergrund. Ich hatte ganz vergessen, wie es war etwas einfach mal mit Leichtigkeit anzugehen– und fragte mich wofür ich mich denn überhaupt so unter Druck gesetzt hatte?

IMG_1898-2

Ich liebe es zu schreiben, zu fotografieren und zu filmen– mit diesen Medien kann ich meine Kreativität ausdrücken. Nicht alles was ich online stelle wird jedem gefallen– und das muss es auch nicht. Denn die Freude die ich verspüre wenn ich mich kreativ auslebe ist mir mittlerweile mehr wert als von jedem gelobt und befürwortet zu werden.

Wie geht es dir mit dem Thema Perfektionismus? Freue mich von deinen Erfahrungen zu lesen!


WHY I AM SAYING GOODBYE TO PERFECTIONISM

Since I was a little kid it was very clear to me that if I delivered my best performance– being it in school or at home- I would get the most attention and affection. So I made sure to put in a lot of effort into my studying to bring home the best grades, be the best friend I could be– all while always making an effort to make everyone else comfortable and happy.

This behavior continued into adulthood- and while I was getting great results at university and at work and also a lot of attention– I was building a facade around me without even realizing it. People perceived me as strong, independent and always in control– but on the inside I was stressed and unhappy from constantly putting myself under the immense pressure of fulfilling everyone’s expectations.

spiritnight

This facade became a huge part of my personality. When I started my blog lat year in December, I realized for the first time in my life how much pressure I was putting myself under. The first months were though– because I always wanted to deliver great and professional looking content. Since I have had some work experience with Social Media, I did not give myself and my blog the space to develop on it’s own.

Around a month ago something different happened. I was meeting with a friend, and I asked her if she would take a picture of me. It was spontaneous, I felt happy and relaxed that day and I really liked the way the picture came out. I did not even had makeup on that day, just my sunglasses. The process was so much fun- and I started questioning myself why I had always put so much pressure on everything I did, when it could be so relaxed and easy going as well. Since then having fun is my main aim when I create content.

IMG_1898-2

Having a creative outlet not only helps me to express what I feel– it also showed me how unnecessarily strict I was with myself. Not everyone will like what I put online, and that’s ok for me now. Because the joy I feel when I am creative is worth much more to me than being liked by everyone.

Have you dealt with wanting be or do everything perfect in your life? Would love to hear your experiences!

Advertisements

2 Gedanken zu “WARUM ICH MEINEM PERFEKTIONISMUS NUN ENDGÜLTIG ADIEU SAGE

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s